Nagelfluhkette-Überschreitung (westlicher Teil)

Die Überschreitung der Nagelfluhkette vom Hochgrat aus über Seelekopf und Falken bis zu ihrem westlichen Ausläufer im Vorarlberg, dem Hochhäderich.

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Ausgangspunkt

Talstation der Hochgratbahn bei Oberstaufen (N 47,510° / E 10,058°).

Tourdaten

  • Weglänge: 14,8 km
  • Höhendifferenz: ↑ 1.450m, ↓ 1.020m
  • Gehzeit: von der Hochgratbahn-Talstation bis
    • Brunnenauscharte: 1h 5m
    • Hochgrat: 1h 21m
    • Seelekopf: 1h 49m
    • Falken: 2h 45m
    • Hochhäderich: 3h 21m
    • Hörmoos: 4h
  • Datum: 22.09.2017

Routenbeschreibung

Hochgrat

Von der Hochgratbahn-Talstation am Besucherparkplatz auf der Fahrstraße ins Ehrenschwanger Tal. An der Vorderen Simatsgund-Alpe mit der St. Rochus-Kapelle vorbei zur Hinteren Simatsgund-Alpe. Hier zweigt der Bergweg zur Brunnenauscharte rechts ab und führt zunächst am Waldrand, nacher durch den Wald auf einem steilen Saumpfad hinauf zur Alpe Gratvorsäss.

Der Weg quert nun einen Weidehang aufwärts bis zum Waldrand. Ab hier wird der Pfad schmaler und (besonders im Wald) ziemlich steinig und feucht. Oberhalb des Waldstücks erreicht man den Kessel der Brunnenau. Der Weg quert einen Bachlauf auf einer Felsplatte und steigt nun direkt zu den Felsbänke aus Nagelfluh auf, die den Brunnenaukessel oben begrenzen. Im obersten und steilsten Wegabschnitt sind mehrere Felsabsätze mithilfe von Eisenstufen und Ketten problemlos zu überwinden. Nach einer Querung über der obersten Felswand steigt man über ein paar letzte Tritte und Stufen auf die Brunnenauscharte (1.626m) aus, die zwischen Rindalphorn und Hochgrat liegt. Nun rechts (westlich) weiter in Gratnähe auf einem guten Weg zum Gipfelkreuz des Hochgrats (1.833m).

Seelekopf

Vom Hochgrat auf dem felsigen Gratweg weiter nach Westen absteigen bis zur Bergstation der Hochgratbahn. Auf einem breiten Fahrweg hinunter zur ersten großen Wegbiegung. Hier führt der Fahrweg weiter ins Tal, während der Wanderweg weiter geradeaus über den Grat verläuft. Man passiert einen Holzbogen („Porta Alpina“), und geht nun immer geradeaus bis zur Weggabelung kurz vor dem Seelekopf (1.663m). Rechts kann man auf einem Weg zum Gipfel des Seelekopfs auf- und jenseits davon wieder absteigen, auf dem Weg geradeaus kann man den Gipfel auch umgehen. Beide Wegvarianten vereinigen sich hinter dem Seelekopf wieder.

Bei der nächsten Abzweigung (rechts hinunter geht es zur Seelealpe und zur Alpe Schilpere) bleibt man weiter geradeaus auf der Grathöhe. Der nun folgende Wegabschnitt ist ziemlich kurzweilig und aussichtsreich und führt in ständigem Auf und Ab und um Ecken herum (ein Felsabsatz wird mit einer Leiter überwunden oder kann rechts davon durch Gebüsch und über eine Felsplatte umgangen werden) bis zur Rohnehöhe (Skilift). Von hier aus kann man über freie Grashänge zur Falkenhütte (bewirtschaftet) absteigen.

Falken

Von der Rohnehöhe führt der Weg zunächst in Gratnähe in einen flachen Sattel hinunter und steigt dann wieder in Richtung Falken an. Zwischen dem Sattel und dem Gipfel des Falken ist der Weg an einigen Stellen von einem dichten Geflecht aus Baumwurzeln überzogen und kann je nach Verhältnissen unangenehm feucht und rutschig sein. Der Falken (1.561m) ist auf seiner Nordseite bewaldet, bietet jedoch dank eines nach Süden offenen Gipfelhangs eine gute Aussicht ins Vorarlberg hinein.

Hochhäderich

Hinter dem Falkengipfel windet sich der Weg zunächst um eine Ecke herum an freistehenden Felsklötzen vorbei zu einem Vorgipfel (1.531m). Von hier aus ist bereits der markante, sich steil aufschwingende Nagelfluhgrat zum Hochhäderich sichtbar, über den der Weiterweg führt. Hier besteht nochmals die Möglichkeit, nach rechts (Norden) zur Falkenhütte oder zum Gasthof Hörmoos abzusteigen. Nach links (Westen) verläuft der Weg hingegen weiter zum Hochhäderich.

Dieser letzte Wegabschnitt ist der technisch schwierigste Teil der Tour. An zwei Stellen müssen fast senkrechte und mehrere Meter hohe Felsstufen mit Hilfe von Drahtseilen überwunden werden. Bei der ersten Stufe sind mehrere Baumwurzeln als Griffe hilfreich, während die zweite Schlüsselstelle kurze Zeit später am Drahtseil hangelnd und mit Tritten in einem senkrechten Riss überwunden wird.

Der Schlussanstieg zum Hochhäderich verläuft über die steile Gratkante aus Nagelfluh größtenteils im Fels, ist jedoch dank zahlreichen Drahtseilsicherungen und gestuften Absätzen bei trockenen Verhältnissen gut zu begehen. Nach diesem Abschnitt steigt man in unmittelbarer Nähe des Gipfelkreuzes (1.565m) auf österreichischem Boden aus.

Hörmoos

Vom Hochhäderich führt ein einfacher Wanderweg hinab zum Berggasthaus Hochhäderich. Von hier aus auf einem Fahrweg ca. 200m bis zu einer Sitzbank an einem Felsen. Hier zweigt ein markierter Wanderweg rechts ab und führt ziemlich direkt über den Hang hinunter zu einem breiten Weg, über den man den Alpengasthof Hörmoos erreicht.

Abstieg

Von Hörmoos aus sind verschiedene Wegvarianten ins Tal möglich. Entweder zu Fuß oder mit dem Bus (nur Sommersaison) zur Imbergbahn-Bergstation und von dort zu Fuß oder mit der Seilbahn nach Steibis. Oder über Schneelochalpe und Stiegalpe wieder zur Talstation der Hochgratbahn zurück.

Fotos

Erster Wegabschnitt durchs Ehrenschwanger TalErster Wegabschnitt durchs Ehrenschwanger Tal
Blick hinunter in die BrunnenauBlick hinunter in die Brunnenau
Von der Brunnenauscharte zum HochgratVon der Brunnenauscharte zum Hochgrat
Auf dem HochgratAuf dem Hochgrat
Blick vom Hochgrat in Richtung SäntisBlick vom Hochgrat in Richtung Säntis
Auf dem SeelekopfAuf dem Seelekopf
Auf der RohnehöheAuf der Rohnehöhe
Der Hochhäderich und sein NagelfluhgratDer Hochhäderich und sein Nagelfluhgrat
Herbststimmung und Allgäuer HochalpenHerbststimmung und Allgäuer Hochalpen
Auf dem Nagelfluhgrat zum HochhäderichAuf dem Nagelfluhgrat zum Hochhäderich
Am HochhäderichAm Hochhäderich
Blick zurück zur Alpe HochhäderichBlick zurück zur Alpe Hochhäderich
Abstieg zum HörmoosAbstieg zum Hörmoos