Gaishorn (2.247m) und Rauhhorn über Zirleseck

Den Aufstieg auf das Gaishorn im Hintersteiner Tal von Tannheim aus hatte ich schon hier beschrieben, die Überschreitung des Rauhhorns von Hinterstein aus hier. Am interessantesten finde ich persönlich aber die kombinierte Überschreitung beider Gipfel von Hinterstein aus, wobei das Gaishorn über den felsigen Nordgrat des Gaiseck erreicht wird. Dies bietet insgesamt eine schöne, lange Tour mit abwechslungsreichen leichten Klettereinlagen und exponierten Tiefblicken.

Das RauhhornDas Rauhhorn

Ausgangspunkt

Gebührenpflichtiger Wanderparkplatz "Auf der Höhe" (N 47.474° / E 10.416°) in Hinterstein bei Bad Hindelang.

Tourdaten

Nur Gaishorn

  • Weglänge: 15,5 km
  • Höhendifferenz: ↑↓ 1.420 Hm
  • Gehzeit: 4h 35m
  • Datum: 04.07.2015

Gaishorn und Rauhhorn

  • Weglänge: 18km
  • Höhendifferenz: ↑↓ 1.825 Hm
  • Gehzeit: 5h 10m
  • Datum: 10.07.2018

Routenbeschreibung

Aufstieg zum Gaishorn

Vom Wanderparkplatz "Auf der Höhe" am Ortsende von Hinterstein den Wegweisern folgend auf einem gut ausgebauten Hüttenweg zur Willersalpe (1.456m; bewirtschaftet, Käseverkauf). Hinter der Hütte folgt man dem Wegweiser in Richtung Zirleseck und steigt auf dem Wanderweg einen steilen Weidehang im Zickzack hoch.

Man kann den Weg bis hinauf zum Köllesattel folgen und dort nach rechts über den Grasrücken in Richtung Gaishorn queren. Oder (kürzer, aber etwas anstrengender) den Weg auf ca. 1.750m nach rechts auf einer deutlich erkennbaren, überwachsenen Pfadspur verlassen, die hinauf zur verfallenen Feldalphütte führt. Von dieser weiter über freie Weidehänge nach Südosten aufsteigen in Richtung der Felsen, die sich vom Gaiseck herunterziehen. Man erreicht weiter oben den Grasrücken und die Wegspur, die vom Köllesattel herkommt.

Der weitere Wegverlauf ist durch blau-weiße Markierungen und deutliche Pfadspuren vorgegeben. Zuerst steigen wir über Geröll und Schrofen in die Felszone, danach geht es über Felsschrofen und auf dem Grat immer weiter in Richtung Gaiseck. Stellenweise führt der Weg etwas ausgesetzt um Felskanten herum, und an zwei Stellen (beide drahtseilgesichert, aber nicht ausgesetzt) muss in Felsrinnen in leichter Kletterei (I) aufgestiegen werden. Wir steigen weiter oben knapp neben dem Vorsprung des Gaisecks (Pfadspur nach rechts) auf dem grasigen Grat zwischen Gaishorn und Gaiseck aus.

Weiter nach links auf einem ausgeprägten Weg einfach über den Grat zum Gipfelkreuz des Gaishorns.

Vom Gaishorn zum Rauhhorn

Im Abstieg vom Gaishorn folgen wir den rot-weißen Markierungen auf einem einfachen Wanderweg zur Vorderen Schafswanne (Wegweiser). Hier können wir entweder gleich zur Willersalpe absteigen, oder die Tour mit der Überschreitung des Rauhhorns verlängern. Zum Rauhhorn folgen wir dem Pfad mit blau-weißen Markierungen nach Süden.

Zuerst führt der Pfad über einen Grasrücken hinauf, bis er etwas später die ersten Felsen des Gipfelaufbaus erreicht. Ab jetzt geht es in stetem Auf und Ab über den Grat und in dessen steilen Flanken stellenweise sehr ausgesetzt, oftmals über geröllbeladenen Felsstufen in Richtung Gipfel. Dabei wird in mehrere Scharten abgestiegen, und aus diesen wieder in leichter Kletterei (I) aufgestiegen. Siehe auch meine frühere Beschreibung der Rauhhorn-Überschreitung. Diesmal kam mir der Aufstieg (und auch die letzte Kletterstelle) jedoch leichter und kürzer als der Abstieg über den Südgrat vor, während es beim letzten Mal umgekehrt war.

Abstieg vom Rauhhorn

Vom Gipfel klettern wir nun wiederum anfangs etwas mehr, weiter unten weniger ausgesetzt über den Südgrat ab (siehe frühere Routenbeschreibung). Wir erreichen wie beim letzten Mal wieder die Hintere Schafswanne, den Sattel zwischen dem Rauhhorn-Südgrat und dem markanten Kugelhorn auf der anderen Seite.

Vom Rauhhorn zur Vorderen Schafswanne

Von der Hinteren Schafswanne (Wegweiser) folgen wir dem Weg in Richtung Vordere Schafswanne. Dieser Weg steigt zuerst nach Osten hinab und quert danach die weiten Geröll- und Grashänge unterhalb der Rauhhorn-Ostwand mit wenig Höhenunterschied in Richtung Norden. Auf halbem Weg, am Anfang einer ausgeprägten weiten Geröllhalde, zweigt eine schwach sichtbare Wegspur auf dem Geröll nach links ab. Wir folgen dieser Spur über den Geröllhang (einzelne Steinmänner) und erreichen so den Weg, der sich aus dem Tannheimer Tal im Zickzack hinauf zur Vorderen Schafswanne windet, mit weniger Höhenverlust, als wenn wir dem rot-weiß markierten Weg gefolgt wären. Nun nochmals in einem letzten steilen, aber kurzen Aufstieg zur Vorderen Schafswanne, die wir auf der Tour schon beim Aufstieg zum Rauhhorn erreicht hatten.

Rückkehr zum Ausgangspunkt

Von der Vorderen Schafswanne (Wegweiser) auf rot-weiß markiertem Wanderweg hinunter zur Willersalpe und von hier wieder auf dem Aufstiegsweg zurück zum Ausgangspunkt.

Fotos

Willersalpe mit wolkenbedecktem ZererköpfleWillersalpe mit wolkenbedecktem Zererköpfle
Weg von der Willersalpe zum ZirleseckWeg von der Willersalpe zum Zirleseck
Verfallene Hütte auf der FeldalpeVerfallene Hütte auf der Feldalpe
Aufstieg zum ZererköpfleAufstieg zum Zererköpfle
Auf dem Grat zum GaiseckAuf dem Grat zum Gaiseck
Tiefblick vom Grat hinunter zur WillersalpeTiefblick vom Grat hinunter zur Willersalpe
Erste drahtseilgesicherte RinneErste drahtseilgesicherte Rinne
Gehgelände auf dem Grat zum GaiseckGehgelände auf dem Grat zum Gaiseck
Die zweite Kletterstelle auf dem GratDie zweite Kletterstelle auf dem Grat
Auf dem Grasrücken zwischen Gaiseck und GaishornAuf dem Grasrücken zwischen Gaiseck und Gaishorn
Die Abzweigung ins Tannheimer Tal ist noch schneebedecktDie Abzweigung ins Tannheimer Tal ist noch schneebedeckt
Das (heute) einsame Gipfelkreuz des GaishornsDas (heute) einsame Gipfelkreuz des Gaishorns
Auf dem Weg vom Gaishorn zur Vorderen SchafswanneAuf dem Weg vom Gaishorn zur Vorderen Schafswanne
Blick hinunter zum Vilsalpsee im TirolBlick hinunter zum Vilsalpsee im Tirol
Der Aufstieg von der Vorderen Schafswanne zum RauhhornDer Aufstieg von der Vorderen Schafswanne zum Rauhhorn
Das Gehgelände geht bald in die Gipfelfelsen überDas Gehgelände geht bald in die Gipfelfelsen über
Exponiert auf Felsköpfe und in Scharten dazwischen zum GipfelExponiert auf Felsköpfe und in Scharten dazwischen zum Gipfel
Mehrere Kletterstellen auf dem GratMehrere Kletterstellen auf dem Grat
Eine letzte Risskletterei kurz unterhalb des GipfelsEine letzte Risskletterei kurz unterhalb des Gipfels
Auf dem Gipfel des RauhhornsAuf dem Gipfel des Rauhhorns
Blick hinunter auf den SüdgratBlick hinunter auf den Südgrat
Teilweise ausgesetzte Überschreitung des SüdgratsTeilweise ausgesetzte Überschreitung des Südgrats
Abstieg über steile Schrofen und FelsabsätzeAbstieg über steile Schrofen und Felsabsätze
Der Blick wird frei auf Hintere Schafswanne und SchreckseeDer Blick wird frei auf Hintere Schafswanne und Schrecksee
Der Abstieg über die letzte Kletterstelle im SüdgratDer Abstieg über die letzte Kletterstelle im Südgrat
Hintere Schafswanne und KugelhornHintere Schafswanne und Kugelhorn
Blick zurück zum RauhhornBlick zurück zum Rauhhorn
Der VilsalpseeDer Vilsalpsee
Querung der Rauhhorn-WestflankeQuerung der Rauhhorn-Westflanke
Der Gipfel des Gaishorns gerät wieder ins BlickfeldDer Gipfel des Gaishorns gerät wieder ins Blickfeld
Über Geröll hinauf zur Vorderen SchafswanneÜber Geröll hinauf zur Vorderen Schafswanne
Blick zurück auf die QuerungBlick zurück auf die Querung
Die Abbrüche der Rauhhorn-OstwandDie Abbrüche der Rauhhorn-Ostwand
Ein letzter Aufstieg zur Vorderen SchafswanneEin letzter Aufstieg zur Vorderen Schafswanne
Die Wolken über dem Rauhhorn haben sich verzogenDie Wolken über dem Rauhhorn haben sich verzogen
Die Lachenspitze in der AbendsonneDie Lachenspitze in der Abendsonne
Abstieg zur WillersalpeAbstieg zur Willersalpe
Blick hinauf zum Grat zum GaiseckBlick hinauf zum Grat zum Gaiseck
Abstieg von der Willersalpe nach HintersteinAbstieg von der Willersalpe nach Hinterstein
Ein letzter Blick ins OstrachtalEin letzter Blick ins Ostrachtal